Vom Setzling ins Kinderzimmer: Warum das beste Spielzeug aus Holz ist.

Vom Setzling ins Kinderzimmer: Warum das beste Spielzeug aus Holz ist.

Herzlich Willkommen zum fünften Teil von „Aus dem Köcher“!

Lang ist es her, dass ein Blog-Post erschienen ist, daher wurde es dringend mal wieder Zeit! Im letzten Beitrag haben wir uns angeschaut, warum echte Abenteuer keine Batterien brauchen und wie lautes Plastik oft die Fantasie unserer Kinder übertönt. Heute möchte ich diesen Faden weiterspinnen und eine Frage beantworten, die im Grunde das Herzstück von Tibola betrifft: Warum ist Holz eigentlich automatisch nachhaltiger als Plastik? Passend zum Reel von letztem Wochenende, wo ich ein Plastikspielzeug und unseren Holzbogen miteinander vergleiche!

Wenn ich draußen in der Natur unterwegs bin wird mir immer wieder klar, wie perfekt und ressourcenschonend unsere Natur im Normalfall funktioniert. Alles ist ein Kreislauf. Und genau dieser Kreislauf ist der Grund, warum Holz in unseren Kinderzimmern den Ton angeben sollte.

1. Vom Setzling zum Baum

Fangen wir ganz am Anfang an. Holz wächst in unseren Wäldern und startet als kleiner Setzling. Während ein Baum über Jahre oder Jahrzehnte heranwächst, filtert er bereits aktiv CO aus der Luft und speichert es. Er produziert Sauerstoff und bietet unzähligen Tieren und anderen Pflanzen, wie etwa Pilzen, ein Zuhause. Also ist Holzspielzeug bereits gut für die Umwelt, noch bevor es überhaupt zu einem Holzspielzeug wird, ist das nicht wunderbar? Plastik hingegen basiert in der Regel auf Erdöl. Die Förderung und Verarbeitung dieses fossilen Rohstoffs sind extrem energieaufwendig und belasten unsere Umwelt enorm, lange bevor das erste Spielzeugauto überhaupt in Form gegossen ist.

2. Die Haltbarkeit: Ehrenvolle Schrammen statt Totalschaden

Ein Kinderzimmer ist kein Museum – hier wird getobt, gekämpft und die Welt entdeckt. Und das ist auch gut so! Außerdem nehmen Kinder ihr Spielzeug gerne überall mit hin. Sei es in den Kindergarten oder in Wald. Hierbei fällt besonders etwas ins Gewicht, was ich in meinem Reel, in dem ich die beiden Bögen vergleiche erschreckend festgestellt habe:

  • Holz verzeiht: Wenn ein Holzschwert im Eifer des Gefechts gegen die Burgmauer kracht, bekommt es vielleicht eine kleine Delle, einen Kratzer. Selbiges gilt, wenn mir der Bogen aus der Hand fällt. Das ist kein Defekt, das ist Charakter! Holz lässt sich zur Not abschleifen, leimen oder neu bemalen. Es ist gemacht, um Jahre und Jahrzehnte zu überdauern. Damit ist es auch für unsere Kinder ein absolut sicheres Spielzeug, was nicht nur die Verletzungsgefahr minimiert, sondern die Spielmöglichkeiten dadurch maximiert!
  • Plastik bricht: Wenn Hartplastik einmal splittert oder ein filigranes Gelenk abbricht, war es das meistens. Es lässt sich kaum dauerhaft reparieren und landet oft auf direktem Wege in der Mülltonne. Außerdem stellen die scharfen Kanten abgebrochener Plastikteile eine echte Verletzungsgefahr dar!

3. Der letzte Weg: Zurück in die Natur

Nehmen wir an, ein Spielzeug hat nach vielen intensiven Abenteuern, vielleicht sogar nachdem es an eine zweite oder dritte Generation weitergegeben wurde, endgültig ausgedient. Ein natürliches Holzprodukt kann am Ende seines Lebenszyklus verhältnismäßig problemlos entsorgt werden. Theoretisch ließen sich Holzspielzeuge sogar auf dem Kompost im eigenen Garten entsorgen. Es fügt sich wieder in den natürlichen Kreislauf ein. Plastik hingegen zerfällt über hunderte von Jahren in gefährliches Mikroplastik, das unsere Böden, unsere Meere und letztlich auch uns selbst auf unbestimmte Zeit belastet.

Was das für Tibola bedeutet?

Aus genau diesen Gründen war für mich von Anfang an klar, dass für Tibola nur Holz in Frage kommt. Unser Archies Bogenset und die anderen Produkte in unserem Shop stammen aus nachhaltiger europäischer Forstwirtschaft und sind „Made in Germany“. Kurze Transportwege, die Verarbeitung von Holzverschnitt und Photovoltaikanlagen runden das Bild ab.

Und ja, letztlich müssen wir für unsere Spielzeuge auch Bäume fällen, wie kann das also nachhaltig sein, ist das nicht vielmehr ein Widerspruch zum Umweltschutz? Wir als Spielzeughersteller für Holzspielzeug tragen Verantwortung für unsere Wälder. Daher ist uns nachhaltige Forstwirtschaft enorm wichtig. Nachhaltige Forstwirtschaft bedeutet etwa, dass man mehr Bäume pflanzt als man verbraucht. Dass man aktiv die Aufforstung waldarmer Bundesländer und Gebiete unterstützt. Es kann auch bedeuten, dass man nur alte Bäume fällt, die in ihrem Leben schon wahnsinnig viel geleistet und CO aus der Luft gefiltert haben. Holzspielzeug zu verwenden ist also kein Widerspruch zum Umweltschutz – ganz im Gegenteil!

Wir möchten, dass unsere Produkte die Natur respektieren, in der unsere Kinder spielen sollen, denn nur so können wir auch unseren Kindern beibringen, dass sie die Natur respektieren sollen. Prinz Archie und Prinzessin Ella würden sich schließlich auch niemals mit Plastikschwertern und Wegwerf-Bögen auf eine abenteuerliche Reise durch das Königreich und ihre geliebten Wälder begeben!

Wie seht ihr das? Habt ihr vielleicht noch ein altes Holzspielzeug von euren Eltern oder Großeltern zuhause, das heute noch bespielt wird? Lasst es mich gerne in den Kommentaren wissen!

Bis zum nächsten Mal, wenn es wieder heißt: Aus dem Köcher!

Timon

 

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